Max Weber-Gesamtausgabe (Hardcover)

Band I/14: Zur Musiksoziologie. Nachlass 1921

By Max Weber, Christoph Braun (Editor), Ludwig Fischer (Editor)

Mohr Siebeck, 9783161469565, 446pp.

Publication Date: October 1, 2004

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Description

English summary: In his so-called 'Sociology of Music', Max Weber shows the special qualities of occidental and modern European culture in the area of music and from a universal perspective he discusses the historical conditions under which they originated. He discusses ideal types and trends of musical rationalization and their 'instrumental' form. As an analyst, he examines the connections among particular conditions pertaining to tone systems and the history of music. German description: Max Webers Fragment gebliebene, postum veroffentlichte Musik-Studie ist ein kaum beachtetes Kleinod im Gesamtwerk des Heidelberger Juristen, Nationalokonomen und Sozialwissenschaftlers. Ihre Fachfremdheit und ihre einzigartige Materialdichte verhinderten bislang eine angemessene Rezeption. Weber selbst nahm hingegen an zentralen Stellen seines Werkes Bezug auf die sogenannte 'Musiksoziologie'. In ihr legt er die Besonderheit der okzidentalen und modernen europaischen Kultur im Bereich der Musik dar und erortert ihre historischen Entstehungsbedingungen in universalhistorischer Perspektive. Er diskutiert Idealtypen und Richtungen musikalischer Rationalisierungen und deren instrumentelle Ausgestaltungen, wobei die aussereuropaische und antik-melodische mit der modernen europaischen, seit dem 16. Jahrhundert das burgerliche Musikempfinden bestimmenden akkordharmonischen Ratio kontrastiert wird. Jener schreibt Weber eine willkurliche Artenvielfalt, dieser eine einzigartige Stringenz und Berechenbarkeit zu. Der Preis dieser modernen europaischen Ratio ist hoch: tonsystematische Konformitat und Abstumpfung des melodischen Gehors. Im modernen musikalischen 'burgerlichen Mobel', dem Klavier, manifestiert sich diese europaische Ratio. In den Rationalisierungsanalysen offenbart sich dem 'Musiksoziologen' Weber kunstlerisch-musikalisches Schaffen als Kampf der individuell schopferischen Seele mit dem rationalisierten Ton-Material und den technisch-instrumentellen Ausdrucksmitteln. Die Musik-Studie wird hier erstmals im musik- und kulturwissenschaftlichen Kontext ihrer Entstehungszeit vorgestellt und mit ausfuhrlichen Verzeichnissen sowie einem detaillierten Glossar einer breiteren Offentlichkeit zuganglich gemacht.


About the Author

Max Weber, Geboren 1864 in Erfurt; Studium der Jurisprudenz, Geschichte, Nationalokonomie und Philosophie in Heidelberg, Berlin und Gottingen; 1889 Promotion uber die Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter; 1891 Habilitationsschrift uber Romische Agrargeschichte; Ordinarius fur Nationalokonomie in Freiburg und Heidelberg, fur Staatswirtschaft in Munchen; Redakteur des Archiv fur Sozialwissenschaft und Sozialpolitik und des Grundriss der Sozialokonomik; gestorben 1920.Christoph Braun, Geboren 1960; Studium der Politik-, Musik- und Geschichtswissenschaft in Freiburg; 1990 Promotion; 1990-92 Mitarbeiter der Max Weber-Gesamtausgabe in Heidelberg; 1994-95 Mitarbeiter am Projekt 'Max Webers Wissenschaft vom Menschen'; 1993-99 Lehrbeauftragter am Soziologischen Institut in Freiburg, seit 2002 in Leipzig freier Musikjournalist.Ludwig Fischer, Geboren 1930; Studium der Musikwissenschaft in Gottingen; 1954 Promotion; 1967 Habilitation; 1968-81 Ordinarius fur Musikwissenschaft in Frankfurt am Main, 1981-95 in Heidelberg; seit 1995 emeritiert.